Leistungsspektrum der Trainings
Basiskurs "Form- und Lagetoleranzen nach ISO GPS"
Die Erfahrungen, die wir als Lohmesser in über 30 Jahren gewonnen haben zeigen, dass in der Industrie großer Schulungsbedarf zum Thema „Form- und Lagetoleranzen“ besteht. Viele Zeichnungen, nach denen wir als Lohnmessdienstleister zu arbeiten haben, weisen formale Fehler auf oder beschreiben die Funktionen der Bauteile nur unzureichend. Oftmals sind sogar Klärungen der Spezifikationen erforderlich, bevor wir unsere Tätigkeit als Lohnmesser beginnen können. So haben wir uns bereits 1995 entschlossen, neben der Tätigkeit als Lohnmessbetrieb auch die Schulung auf diesem Gebiet zu forcieren. Inzwischen wurden über 1000 Konstrukteure, Fertigungsmitarbeiter, Messtechniker und Qualitätssachbearbeiter von uns geschult.
Die Inhalte wurden in diesen vergangenen mehr als 20 Jahren immer wieder an die veränderte Normung angepasst. Gerade in 2011 hat sich mit der ISO 14405 und der Zurückziehung der DIN 7167 ein grundsätzlicher Wechsel in der Tolerierung ergeben, den jeder Konstrukteur, Fertigungstechniker und Messtechniker – und natürlich auch jeder Lohmesser beherrschen sollte. Weitere gravierende Änderungen sind in der Ausgabe von 2017 eingeführt worden. Unsere eigenen Mitarbeiter im Lohnmessbetrieb nehmen natürlich auch regelmäßig an den Schulungen teil.
Details zur Zielgruppe, den behandelten Themen und der Dauer der Schulung finden Sie hier.
Vertiefungskurs "Form- und Lagetoleranzen nach ISO GPS"
Dieses Seminar baut auf dem Grundlagenseminar auf. Teilnehmer, die mit den Grundlagen der Form- und Lagetoleranzen bereits vertraut sind, können den Seminartag auch gesondert buchen, anderen empfehlen wir dringend, mit dem Grundkurs zu beginnen.
Dass Seminar spricht alle Mitarbeiter an, die generell gute Kenntnis in den "Form- und Lagetoleranzen" haben und sich über die Änderungen in den Normen informieren wollen. Es werden auch die neuen Symbole aus der Fassung von 2017 besprochen. Dieses Seminar ist nicht geeignet für Mitarbeiter, die sich in den Grundlagen der Form- und Lagetoleranzen, Bezugssystemen und Tolerierungsprinzipien noch nicht ganz sicher fühlen.
Details zur Zielgruppe, den behandelten Themen und der Dauer der Schulung finden Sie hier.
Auffrischungskurs "Form- und Lagetoleranzen nach ISO GPS"
Der Auffrischungskursus wendet sich an Anwender der Form- und Lagetoleranzen, die entweder in der Ausbildung bereits Grundkenntnisse der Form- und Lagetoleranzen erworben haben oder im Beruf bereits vielfälltige Erfahrungen damit sammeln konnten. Die neusten Änderungen der GPS-Normen (i.W. in den jahren 2011, 2012 und 2017) sind den Anwendern aber noch nicht geläufig.
Es werden die Grundlagen kurz wiederholt und die Neuerungen der Normen vorgestellt. Je nach Gruppengröße geht der Dozent auch auf individuelle Fragestellungen ein.
Insbesondere bei Inhouseseminaren eines Kunden können die Inhalte individuell an den Kenntnisstand der Gruppe angepasst werden.
Allgemeintoleranzen nach DIN ISO 22081 und Übergänge nach DIN ISO 21204
Seit Jahrzehnten wurden die Allgemeintoleranzen nach DIN 2769 Teil 1 (Maße, Radien und Winkel) und Teil 2 (einige Form- und Lagetoleranzen) toleriert. DIN 2768 Teil 2 ist zurückgezogen worden und DIN 2768 Teil 1 hat noch eine „Gandenfrist“ bekommen, bis sich die neue Norm DIN ISO 22081 in der Praxis durchgesetzt hat, obwohl die Beschreibungen in DIN 2768 T 1 uneindeutig sind und den Normen DIN ISO 14405 Teil 1 bis 3 widersprechen.
Sie lernen, warum die DIN 2768 T 1 und T2 uneindeutig sind und nicht mehr angewendet werden sollten und wie das neue Konzept nach DIN ISO 22081 aufgebaut ist. Zusätzlich lernen Sie die nur in Deutschland gültige neue Norm DIN 2769: 2023 kennen, die Tabellen für Zahlenwerte für die Allgemeintoleranzen nach DIN ISO 22081 beinhaltet.
An technischen Bauteilen sind oft zwischen den funktional wichtigen Geometrieelementen Übergänge (Radien und Kantenbrüche) vorhanden, die bisher konventionell toleriert wurden. Jeder Messtechniker kennt die Problematik, die Mittelpunkte von Radien zu bestimmen, wenn die Antastpunkte nur in einen Winkel von bestenfalls 90 ° an dem tolerierten Radius vorhanden sind oder die Winkel der Kantenbrüche nicht eindeutig bestimmbar sind. Formabweichungen der Radien und der Kantenbrüche erhöhen die Messunsicherheit zusätzlich. Diesem Umstand trägt die neue Norm für Übergänge DIN ISO 21204 Rechnung. Die DIN ISO 13715 für Kanten ist nach wie vor gültig und wird im Seminar inhaltlich wiederholt.
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Grundlagen der Metrologie und Messunsicherheit
Für alle fertigungsorienterten Unternehmen ist die Metrologie und das Thema Messunsicherheit von fundamentaler Bedeutung. Kenntnisse in diesem Bereich stärken die Position sowohl in der Lieferanten-Abnehmer-Beziehung als auch bei qualitätsbezogenen Prozessen innerhalb der Organisation.
Ist die Messung präzise oder genau, wird ein Messergebniss oder ein Prüfergebniss berichtet? Wie wird die Messabweichung berechnet und welche Rolle spielt die Messunischerheit bei der Konformitätsentscheidung? Sollten Sie diese Fragen nicht beantworten können, ist die Teilnahme an diesem Seminar absolut sinnvoll.
Das Seminar vermittelt grundlegende Kenntnisse der Metrologie und versetzt die Teilnehmer in die Lage, zu den Themen Internationales Einheitensystem, GPS-Normen, Messen, Prüfen, Kalibrieren, Messunsicherheit und Bewerten von Ergebnissen zukünftig auf einen Werkzeugkoffer zurückgreifen zu können.
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Messunsicherheitsberechnung nach GUM
„Wer viel misst, misst Mist.“
Sobald sich zwei Messergebnisse (scheinbar) widersprechen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, mit dieser Weisheit konfrontiert zu werden.
Und auch wenn sie in der Regel stark überspitz ist, wohnt ihr wie so oft auch etwas Wahrheit inne. Da Messungen leider nicht perfekt sind, können sie den wahren Wert einer Messgröße tatsächlich nur „ungefähr“ erfassen. Die entscheidende Frage ist nun also, ob die Imperfektion einer Messung tatsächlich ausreicht, das Ergebnis der Messung als Mist zu bezeichnen.
Glücklicherweise gibt es mit der Messunsicherheit eine Kenngröße, die es erlaubt, eine faktenbasierte Antwort auf diese Frage zu erhalten. Daher ist die Messunsicherheit auch Teil des (vollständigen) Messergebnisses, welches neben dem numerischen Messwert auch einen Bereich um diesen Messwert herum angibt, in dem der wahre Wert der Messgröße vernünftigerweise angenommen werden muss. Durch die Kenntnis der Messunsicherheit lässt sich somit oft zeigen, dass zwei unabhängige Messungen zwar zu unterschiedlichen Messergebnissen kommen, aber trotzdem nicht im Wiederspruch zueinander stehen.
Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern die Grundlagen der Messunsicherheitsberechnung nach JCGM 100:2008 (zukünftig JCGM GUM-3) zu vermitteln. Auf diese Weise werden sie in die Lage versetzt, Messunsicherheiten für eigene Messprozesse nach einem international anerkannten Verfahren zu ermitteln.
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Grundlagen der Prüfmittelüberwachung
Bei unserer Tätigkeit als Kalibrierlabor und als Auditoren werden wir immer von Kunden nach den konkreten Anforderungen der bekannten Regelwerke (z.B. DIN EN ISO 9001 IATF 16949 oder anderen branchenspezifischen Regelwerken) zum Thema Prüfmittelüberwachung gefragt. Wir schulen Führungskräfte und Mitarbeiter des Qualitätswesens, die die Prüfmittelüberwachung im Unternehmen organisieren und/oder ausführen sollen und geben Auditoren, die die Prüfmittelüberwachung in internen Audits oder bei Lieferantenaudits bewerten müssen, Hinweise zur effektiven Auditierung.
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Prüfprozesseignunguntersuchung (MSA, VDA Band 5)
Nicht nur die Unternehmen, die sich aufgrund des automobilen Zertifizierungsregelwerkes IATF 16949 mit MSA (measurement system analysis) und/oder Prüfprozesseignung nach VDA Band 5 beschäftigen müssen, haben großen Nutzen von dieser Schulung. Jeder, der Messprozesse konzipiert und anwendet steht auch bereits nach
DIN EN ISO 9001 (7.6, Satz 2) vor der Frage, ob der Prüfprozess überhaupt geeignet ist, die Einhaltung der Werkstücktoleranzen beurteilen zu können. Gerade im Umgang mit Kunden- oder Lieferantenreklamationen wird immer häufiger die Frage nach der Unsicherheit des Messprozesses gestellt und die Reklamationen ggfls. abgelehnt, wenn diese Fragen nicht analysiert wurden. Vielen Fertigungstechnikern und Messtechnikern ist nicht bewusst, dass „Ihr“ Messprozess bereits einen Großteil der Herstelltoleranz aufbraucht, den die Fertigung aus Wirtschaftlichkeitsgründen dringend gebrauchen könnte.
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Lehrenkonzepte
Auch wenn sich die Koordinatenmesstechnik aufgrund ihrer Flexibilität bezüglich Produktänderungen und aufgrund ihrer hohen Genauigkeit im Prüfwesen sehr stark durchgesetzt hat, werden in der Industrie auch heute noch sehr häufig Lehren eingesetzt. Sie erlauben eine fertigungsnahe, rel. schnelle Beurteilung der Konformität der Bauteile und setzen eine weniger große Qualifikation der Mitarbeiter voraus.
Aber gerade bei der Bewertung der Frage, ob die Lehre die Zeichnungsmerkmale korrekt abbildet und ob die Entscheidung, die aus der Lehrenprüfung abgeleitet wird (Produkt gut/ Produkt schlecht), mit den Toleranzgrenzen übereinstimmt, ist oft Skepsis angebracht. Unsere Erfahrung ist, dass die in der Industrie angewandten Lehren wahrscheinlich zu über 80% die Trennung nach "i.O." oder "n.i.O." nicht an den Toleranzgrenzen lt. Zeichnung vornehmen. Die Konsequenz ist, dass entweder i.O.-Teile nachgearbeitet oder verschrottet werden oder dass n.i.O.-Teile zum Kunden gelangen.
Das Seminar erläutert die Herangehensweise, um Lehrenkonzepte zu erstellen, zeigt die häufigsten Fehler auf und macht mit der Ermittlung der Lehrenfähigkeit, dass heißt mit der Fähigkeit der Lehre, gute und schlechte Teile genau an der Toleranzgrenze zu unterscheiden, vertraut.
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Praxisseminare zum Kalibrieren und Prüfen mit Messmitteln
Als erfahrenes und akkreditiertes Kalibrierlabor bieten wir Ihnen fundierte und praxisorientierte Seminare rund um das Kalibrieren von Messmitteln. Unsere Schulungen vermitteln nicht nur das notwendige Fachwissen zu Prüfmitteln, Messverfahren und Normanforderungen, sondern legen besonderen Wert auf den sicheren Umgang mit Messmitteln im Arbeitsalltag.
Teilnehmer erhalten verständlich aufbereitete Inhalte, praktische Übungen und wertvolle Tipps aus jahrzehntelanger Laborpraxis. So sind Sie in der Lage, Kalibrierprozesse effizient, normgerecht und nachvollziehbar umzusetzen.
Folgende Seminare bieten wir Ihnen:
